Nideggen

Nordrhein-Westfalen

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Geschichte

Kern und Ausgangspunkt der Stadt war die von den Grafen von Jülich nach Erwerb der Waldgrafschaft auf einem Bergsporn erbaute Höhenburg Nideggen, welche um 1190 erstmals genannt wird. Der sich anschließende kleine Burgflecken erhielt zu Beginn des 13. Jahrhunderts eine Ummauerung. Zwischen 1283 und 1313 wurde östlich des Burgfleckens planmäßig eine städtische Siedlung angelegt, welcher Gerhard VII von Jülich gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth von Brabant und seinem ältesten Sohn im Jahr 1313 das Stadtrecht verlieh. Im Zuge dessen wurde Nideggen unter anderem ein eigenes Stadtgericht zugestanden. Die Befestigung der Stadt inklusive dreier Tore war gegen Mitte des 14. Jahrhunderts abgeschlossen. Die acht Schöffen sind 1358 erstmals bezeugt. Rat sowie Bürgermeister werden im 15. Jahrhundert genannt. Der Stadtrat bestand aus fünf Ratsverwandten, die sich selbst durch freie Wahl ergänzten. Seit dem 16. Jahrhundert erlangte der landesherrliche Schultheiß allerdings einen immer größeren Einfluss auf städtische Angelegenheiten. Im Zuge des im Pfälzischen Erbfolgekriegs wurde die Ortschaft 1689 von französischen Truppen zerstört. Der Einmarsch französischer Revolutionstruppen im Herbst 1794 und die damit einhergehende Einsetzung einer französischen Zentralverwaltung bedeuten dann das Ende des jülischen Amtes Nideggen. Zudem verlor Nideggen wie viele andere rheinische Kleinstädte das Stadtrecht. Nachdem dieses im Jahr 1926 erneut zuerkannt worden war, wurden im Verlauf des Zweiten Weltkrieges abermals 89% der damaligen Bausubstanz zerstört. Am 1. Januar 1972 schloss man die neun ehemaligen Gemeinden Abenden, Berg-Thuir, Embken, Heimbach, Hergarten, Muldenau, Schmidt, Vlatten und Wollersheim zusammen mit Nideggen zur neuen Stadt Nideggen zusammen. Am 4. August 1972 entschied das Oberverwaltungsgericht schließlich, dass das Stadtgebiet Nideggens auf zwei neue Gemeinden, Nideggen (zunächst ohne Stadtrecht) und Heimbach (mit Stadtrecht), aufgeteilt werden soll, wobei Hergarten und Vlatten Heimbach und die anderen Gemeinden Nideggen zugeordnet wurden.

65 Bände
1472 – 1794 Zeitraum
Kategorie 4Bücher des Rates (Protokolle, Vereidigung des Rates)
Kategorie 6Gerichtsbücher
Kategorie 8Steuerbücher
Kategorie 10Rechnungsbücher
KategorieAnzahl
4. Bücher des Rates (Protokolle, Vereidigung des Rates)11
6. Gerichtsbücher5
8. Steuerbücher8
10. Rechnungsbücher41

* Die Zuordnung der Stadtbücher zu einzelnen Kategorien dient lediglich der Strukturierung des Bestandes. Damit werden keine letztgültigen Aussagen über den Inhalt getroffen. Ein Stadtbuch kann auch bei sehr unterschiedlichen Inhalten aus pragmatischen Gründen nur einer Kategorie zugeordnet werden. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie in unserem Leitfaden für die Erfassung der Stadtbücher.

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Bestandsliteratur

Füchtner, Jörg: Inventar des Archivs der Stadt Nideggen bis 1794. Erschienen in der Reihe Inventare nichtstaatlicher Archive der Rheinprovinz 15. Köln/Bonn 1973.

1472–1794Stadtrechnungen10. Rechnungsbücher
1474–1718Kirchenrechnungen10. Rechnungsbücher
1487–1750Gasthausrechnungen10. Rechnungsbücher
1503–1794Steuerlisten8. Steuerbücher
1536–1669Erbbücher des Schöffengerichts Nideggen6. Gerichtsbücher
1557–1565Gerichtsbücher des Stadtgerichts Nideggen6. Gerichtsbücher
1571–1788Belege zu Gasthausrechnungen10. Rechnungsbücher
1580–1793Ratsprotokolle4. Bücher des Rates (Protokolle, Vereidigung des Rates)
1619–1794Belege, Quittungen und Zusammenstellungen zu den Stadtrechnungen10. Rechnungsbücher
1653–1772Belege zu den Kirchenrechnungen10. Rechnungsbücher
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