Düren

Nordrhein-Westfalen

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Geschichte

Auf einer hochwasserfreien Fläche abseits der Rur entstand Ende des 7./Anfang des 8. Jahrhunderts eine Siedlung mit einer dem Bischof Martin geweihten Saalkirche. Im Jahr 747 hielten die fränkischen Hausmeier Karlmann und Pippin im Hofgut Düren eine Reichsversammlung und Synode ab. Im Zuge dessen erfolgt die erste Erwähnung Dürens als villa quae dicitur Duria. In der Folge hat sich auch Kaiser Karl der Große immer wieder längere Zeit in der 774 erstmals erwähnten Dürener Königspfalz aufgehalten. Die Entwicklung der für das 10. Jahrhundert anzunehmenden Gewerbesiedlung zur Stadt war wahrscheinlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts abgeschlossen. Ein formelles Stadterhebungsprivileg ist allerdings nicht überliefert. Am Ende des 12. Jahrhunderts wird der Baubeginn einer Stadtbefestigung erwähnt. Bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts war Düren eine freie Reichsstadt, wurde dann 1241/46 durch Kaiser Friedrich II. bzw. seinen Sohn Konrad IV. an den Grafen Wilhelm IV. von Jülich verpfändet und nie wieder eingelöst. Vertreter des Landesherren war zunächst der Amtsmann, der seit dem 13. Jahrhundert belegt ist. 1278 werden als städtische Beamte advocatus, scabini, consules, magistri iurati et universi opidani genannt. Bis 1545 wurde der Bürgermeister durch den Stadtrat und sieben von der Bürgerschaft hierzu ernannten Bürgern (den Siebentern), seit 1545 dann nur noch durch den Stadtrat gewählt. Schöffen sind zuerst 1261 genannt, wobei das Schöffenkolleg sich bis um 1500 aus fünf bis sieben, danach stets aus sieben Mitgliedern zusammensetzte. Daneben ist ein Bürgermeister- bzw. Ratsgericht bestehend aus dem Bürgermeister und fünf Beisitzern belegt, das zweimal wöchentlich Entscheidungen über Schuldforderungen sowie Maß- und Gewichtsstreitigkeiten fällte. 1543 nahmen Truppen Kaiser Karls V. Düren im Rahmen des Geldrischen Erbfolgekrieges ein und setzten u. a. das Rathaus und das Stadtarchiv in Brand.

327 Bände
1536 – 1801 Zeitraum
Kategorie 4Bücher des Rates (Protokolle, Vereidigung des Rates)
Kategorie 5Bürgerbücher, Erbhuldigungen
Kategorie 6Gerichtsbücher
Kategorie 8Steuerbücher
Kategorie 10Rechnungsbücher
Kategorie 11Sonstige Stadtbücher
KategorieAnzahl
4. Bücher des Rates (Protokolle, Vereidigung des Rates)40
5. Bürgerbücher, Erbhuldigungen9
6. Gerichtsbücher8
8. Steuerbücher79
10. Rechnungsbücher173
11. Sonstige Stadtbücher18

* Die Zuordnung der Stadtbücher zu einzelnen Kategorien dient lediglich der Strukturierung des Bestandes. Damit werden keine letztgültigen Aussagen über den Inhalt getroffen. Ein Stadtbuch kann auch bei sehr unterschiedlichen Inhalten aus pragmatischen Gründen nur einer Kategorie zugeordnet werden. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie in unserem Leitfaden für die Erfassung der Stadtbücher.

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Bestandsliteratur

Bettgenhäuser, Richard: Stadtarchiv zu Düren. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein. 1897, S. 264–363.

Editionen

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Geuenich, Josef: Bürgeraufnahmen der Stadt Düren 1607–1800. Düren 1941.
Schoop, August: Die Verwaltung Dürens nach den Stadtrechnungen von 1546 und 1600. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. 1911, S. 241–266.
Schoop, August: Quellen zur Rechts- und Wirtschaftsgeschichte der rheinischen Städte. Jüliche Städte. 1, Düren. Erschienen in der Reihe Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 29. Bonn 1920. AnmerkungenMit Edition der ältesten Stadtrechnungen von Düren und Jülich S. 424–465 und mit einem Plan der Stadt Düren aus dem Jahre 1634 und einer Karte des Wildbannes des Herzogtums Jülich

Forschungsliteratur

Dinstühler, Horst: Dürener Belege in den Jülicher Stadtrechnungen des 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts. In: Dürener Geschichtsblätter. 1997, S. 285–299.

1536–1796Rechnungen der Steufmehl-Spende10. Rechnungsbücher
1541–1797Kornbücher11. Sonstige Stadtbücher
1544–1792Stadtrechnungen10. Rechnungsbücher
1544–1686Schöffengerichtsprotokolle6. Gerichtsbücher
1550–1763Rechnungen der Heilig-Geist-Armen10. Rechnungsbücher
1558–1730Memoralien (Gedenkzettel)10. Rechnungsbücher
1558–1794Steuerbücher8. Steuerbücher
1562–1791Kirchenrechnungen St. Anna10. Rechnungsbücher
1562–1800Leprosenrechnungen10. Rechnungsbücher
1581–1797Belege zu den Stadtrechnungen10. Rechnungsbücher
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