Celle

Niedersachsen

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Geschichte

Um 990 wurde Celle erstmals urkundlich als „Kellu“ erwähnt. Es handelte sich um das umwallte Dorf Altencelle, das an der Allerfurt gelegen war, 1243 „castrum Tzelle“ genannt wurde und wohl vor 1249 Stadtrechte erhielt. Herzog Otto der Strenge von Braunschweig-Lüneburg gründete 1292 etwa drei Kilometer nördlich der ursprünglichen Siedlung eine neue Stadt und verlieh ihr zunächst Lüneburger Stadtrecht. Eigenes, an das Braunschweiger Stadtrecht angelehnte, Recht erhielt die Stadt 1301. Herzog Ernst der Bekenner bestätigte Celle 1537 seine Stadtrechte. Ab 1378 war Celle die Residenz der Herzöge von Sachsen-Wittenberg und ab 1433 der Fürsten von Lüneburg. Seit der Stadtgründung setzte sich der Rat aus neun „consules“ und ab 1364 aus zwölf Ratsherren zusammen. Der Rat ergänzte sich durch Kooptation und seine Angehörigen blieben lebenslang Mitglied. Jährlich bildete sich aus dieser Gruppe ein regierender Rat mit einem Bürgermeister an der Spitze und fünf Ratsherren. Der Rat wurde 1726 auf acht Ratsmitglieder verkleinert. Mit der Einführung der neuen Städteordnung 1847 setzte sich der Stadtrat aus einem Bürgermeister, einem Stadtsyndikus, einem Stadtgerichtsassessor, zwei unbesoldeten Ratsherren und einem Stadtsekretär zusammen.Die Bürgerschaft wurde durch Gilde- und Gemeindegeschworene vertreten, die auf Ratsentscheidungen allerdings keinen Einfluss hatten. Versuche die Bürgerschaft zu stärken scheiterten um 1600. „Viermänner“ wurden dem Rat durch herzogliche Anordnung erst 1668 beigeordnet. Der Rat übte die niedere Gerichtsbarkeit aus. Gerichtsherr der hohen Gerichtsbarkeit und Vorsitzender des herzoglichen Gerichts war ein vom Herzog eingesetzter Vogt. Seit 1852 gab es kein Stadtgericht mehr. Celles Stadtkern blieb von Beschädigungen und Zerstörungen verschont.

6096 Bände
1301 – 1955 Zeitraum
Kategorie 1Stadtbücher mit vermischtem Inhalt
Kategorie 2Kopiare, Register
Kategorie 3Statuten, Willküren, Ordnungen, Rezesse
Kategorie 4Bücher des Rates (Protokolle, Vereidigung des Rates)
Kategorie 5Bürgerbücher, Erbhuldigungen
Kategorie 6Gerichtsbücher
Kategorie 7Zinsregister
Kategorie 8Steuerbücher
Kategorie 10Rechnungsbücher
Kategorie 11Sonstige Stadtbücher
KategorieAnzahl
1. Stadtbücher mit vermischtem Inhalt1
2. Kopiare, Register9
3. Statuten, Willküren, Ordnungen, Rezesse11
4. Bücher des Rates (Protokolle, Vereidigung des Rates)11
5. Bürgerbücher, Erbhuldigungen10
6. Gerichtsbücher37
7. Zinsregister1
8. Steuerbücher433
10. Rechnungsbücher5572
11. Sonstige Stadtbücher11

* Die Zuordnung der Stadtbücher zu einzelnen Kategorien dient lediglich der Strukturierung des Bestandes. Damit werden keine letztgültigen Aussagen über den Inhalt getroffen. Ein Stadtbuch kann auch bei sehr unterschiedlichen Inhalten aus pragmatischen Gründen nur einer Kategorie zugeordnet werden. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie in unserem Leitfaden für die Erfassung der Stadtbücher.

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Bestandsliteratur

Maehnert, Sabine: Archivführer für Stadt und Landkreis Celle, Celle 1995.

Editionen

Hagemann, Theodor: Das Zellesche Stadtrecht, Hannover 1800.

Forschungsliteratur

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Grotefend, Siegfried: Die Mitglieder der Celler Kramerinnung, in: Archiv für Sippenforschung und alle verwandten Gebiete 7 (1930), S. 294–297, 393–396.
Lorme, Eduard de: Das älteste Celler Bürgerbuch 1534–1583, in: Zeitschrift der Zentralstelle für niedersächsische Familiengeschichte 10 (1929), S. 105–112.
Möller, Reinhard W. L. E. / Polster, Bernd: Celle. Das Stadtbuch, Bonn 2003.

Verschiedene Verordnungen3. Statuten, Willküren, Ordnungen, Rezesse
1301–1378Ältestes Stadtrecht3. Statuten, Willküren, Ordnungen, Rezesse
1306–1704Kopialbuch2. Kopiare, Register
1442–1914Kaland-Register10. Rechnungsbücher
1447–1722Fehm- und Schnedebuch6. Gerichtsbücher
1470–1674Bruchstücke von alten Stadtbüchern1. Stadtbücher mit vermischtem Inhalt
1495–1577Copey-Buch der Fundationen so beim Rat der Stadt Celle vorhanden2. Kopiare, Register
1523–1565Cellesches Stadtrecht3. Statuten, Willküren, Ordnungen, Rezesse
1526–1882Schoß-Register8. Steuerbücher
1533–1938Rechnungen (St. Georg)10. Rechnungsbücher
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